Für Schulleitungen

Das Qualitätsnetzwerk Schulbegleithunde e.V. setzt sich deutschlandweit für die Etablierung einheitlicher Qualitätsstandards für den Schulhundeinsatz und deren Schulbegleithundeteam Aus- bzw. Weiterbildungen ein. Diese vertreten wir als AK Schulhund Berlin. In Deutschland ist die Selbstverpflichtung (vgl. www.schulhundweb.de) - neben dem Leitfaden der ISAAT und ESAAT („Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Praxis tiergestützter Interventionen“) - der einzige Qualitätsstandard, der den fachgerechten Einsatz von Schulhunden absichert. In unserem AK arbeiten bereits mehrere KollegInnen nach der Selbstverpflichtung und können, neben regelmäßigen Weiterbildungen, auch eine Schulbegleithundeteamausbildung oder Therapiebegleithundeteamausbildung nachweisen.

 

Hier finden Sie Schulbegleithunde Teams aus Berlin und Brandenburg, die nach der Selbstverpflichtung arbeiten.

 

https://schulhundweb.de/index.php?title=Berlin

 

https://schulhundweb.de/index.php?title=Brandenburg

 

http://www.schulhundweb.de/Selbstverpflichtung.pdf

 

 

 

Liebe Schulleitung,

nicht nur Ihre Zustimmung ist Grundvoraussetzung für den Schulhundeinsatz an Ihrer Schule, sondern auch Ihre Unterstützung.

Der Einsatz eines Schulhundes erfordert einen erheblichen zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Mehraufwand für den HuPäSchler*. Oft bedarf es auch mehre Monate, von der Planung bis zur Umsetzung, einschließlich deren Genehmigungsverfahren.

Gern beraten und unterstützen wir Sie rund um den Schulhundeinsatz. Wir freuen uns über Ihre Fragen.

 

Mail: ak-schulhund-berlin@gmx.de

 

Tel.: 030 / 54 83 84 20 (Ricarda Bäcker)

 

Rechtliche Grundlagen

 

In Deutschland regeln allgemeine gesetzliche Grundlagen und Vorschriften den Schulhundeinsatz, die in der Regel nicht spezifiziert für den tiergestützten Einsatz formuliert sind. Vorgaben von Seiten der Kultusministerien unterscheiden sich teilweise erheblich zwischen den Bundesländern. Von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg wurden keine detaillierten Vorgaben für den Schulhundeinsatz erlassen.

In Berlin regelt § 4 Schulgesetz Berlin den Einsatz von Schulhunden.

„Jede Schule ist für die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags verantwortlich und gestaltet den Unterricht und seine zweckmäßige Organisation selbständig und eigenverantwortlich.

Dazu entwickelt sie ihr pädagogisches Konzept in einem Schulprogramm.

Das Schulpersonal, Erziehungsberechtigte sowie Schülerinnen und Schüler wirken dabei zusammen.“

(SchulG Berlin - § 4 Grundsätze für die Verwirklichung)

Als erstes Schulamt in Berlin, hat Treptow-Köpenick konkrete Vorgaben für den Einsatz von Schulbegleithunden und Schulbesuchshunden herausgegeben. Diese stehen für einen fachlich-qualitativen Einsatz und helfen Risiken auf eine Minimum zu reduzieren.

 

 

Warum wir eine Schulbegleithundeteamausbildung empfehlen?

 

Während bereits in einigen Bundesländern eine Mensch-Hund-Team-Ausbildung (z.B. Schulbegleithundeteamausbildung, Therapiebegleithundeteamausbildung usw.) als verbindliche Auflage existiert, gibt es in Berlin und Brandenburg (in Treptow/Köpenick verpflichtend!) keine Vorgabe.

Es ist nicht ausreichend, einen nur vom Wesen her geeigneten Hund in die pädagogische Arbeit zu integrieren. Auch ein Hundeführerschein oder eine Begleithundeprüfung sagen nichts über die Eignung eines Schulhundes aus. Selbst Eignungstests werden aktuell unter den Fachkräften kontrovers diskutiert.

Neben theoretischen und praktischen Kenntnissen zur Hundegestützten Pädagogik, ist für den tierschutzgerechten Einsatz eines Schulhundes eine umfangreiche Sachkunde notwendig. Ein fundiertes Wissen über das Lernverhalten und Ausdrucksverhalten des Hundes, das Wissen über die individuellen Stärken des Mensch-Hund-Teams, seinen individuellen Einsatzmöglichkeiten, sind wichtige Voraussetzungen, um mögliche Unfallrisiken im Einsatz richtig einschätzen und diesen präventiv begegnen zu können. In einer Schulbegleithundeteamausbildung wird in erster Linie der HuPäSchler* weitergebildet und befähigt seinen Hund mit hoher Fachlichkeit einzusetzen.

Daher empfehlen wir eine Schulbegleithundeteamausbildung mit einem Mindestumfang von 60 Ausbildungsstunden (Präsenzzeit, keine Webinare!) über einen Zeitraum von mehreren Monaten zusammen mit dem zukünftigen Schulbegleithund.

Um auf dem neusten fachlichen Stand zu bleiben, ist die regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen, nach absolvierter Ausbildung notwendig.

Da es auch für die Schulbegleithundeteamausbildungen in Deutschland keine verbindlichen Reglungen gibt, variieren diese sehr stark in ihren Inhalten und Preisen.

Unter diesem Link https://schulbegleithunde.de/schulbegleithund-team-weiterbildungen/ finden Sie Schulbegleithundeteamausbildungen, die wir empfehlen können. Diese Anbieter haben sich einer Selbstverpflichtung, die ein qualitative Weiterbildung sichert, angeschlossen.

Gern können Sie uns auch anrufen.

*HuPäSch: abgeleitet von Hundegestützter Pädagogik in der Schule. HuPäSchler sind PädagogInnen (LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen) die ihren Hund in ihrer Arbeit in der Schule integrieren, um pädagogische Lernprozesse zu initiieren.